For Our German Readers (Or Those Who Just Want To Look At Pictures!)

This is auto-posted, so if your comments have not been approved, or your emails unanswered, it is because I posted this when I had Internet, not that I am ignoring you! We are heading into Mongolia and I imagine Internet will be fewer and farer between! But I wanted to post something for next week at least!

This is an email from Jannick that he sent his family.  It summarizes everything up to Chelyabinsk. If you can not read German you can still look at the pictures!

Ciao,

 

vielleicht nimmt es dich ja wunder, was wir die ganze Zeit so machen. Darum schreibe ich einmal die interessantesten Erlebnisse.

Zu aller erst, waren wir ja 2 Wochen in der Toskana, in dem kleinen Dörfchen namens Marina di Castagneto Carducci. Ein toller Abschluss, da die komplette Familie, also auch die 2 Omas, die Kinder und der Mann meiner Schwester, mein Cousin, eine Tante, der Freund meiner anderen Schwester und zum aller besten auch Anina „leider ein bisschen zu kurz“, alle beisammen in einer Finca, die in 3 Wohnungen unterteilt ist, wohnten. Die älteren Damen durften die Vorteile des Hotels nutzen.

Selbstverständlich sind wir dort auch viel Motorrad gefahren, weil es ja eigentlich unsere alljährliche Familientöffausfahrt war. Für meinen Bruder, seiner Freundin und mich ist es doch noch ein kleines bisschen mehr wie nur eine Ausfahrt.

Unter anderem sind wir noch nach Siena gefahren, diese Stadt hat mir sehr gefallen, viele alte Häuser aber auch sehr viele Touris. In einer Natur Therme in Venturina waren wir, wo der Boden des Beckens mit Kieselsteinen aufgefüllt ist, mit wirklich sehr warmen Wasser. Zugeschaut haben wir, wie endlose Spaghetti aus Maschinen der kleinsten Nudel Fabrik Italiens, in Lari, kommen. Interessant zu sehen wie solche Nudeln, noch genauso wie vor dem Krieg hergestellt werden. Aber wir sind natürlich auch oft im Meer baden gewesen. Und gut gegessen, jeder hat mal das Nachtessen zubereitet und 2-mal waren wir im La Vela, die angesagteste Pizzeria im Dorf, vielleicht weil man auf jedem Stuhl einen TV im Blick hatte, wo MTV Videoclips abspielte. Die Vorspeisen waren aber absolut klasse und die Pizzas richtig lecker und auch ganz schön gross, dass ich danach dachte, mir platzt der Bauch

So aber jetzt zur richtigen Reise, ab über Florenz Richtung Venedig. Wir haben uns überlegt, da es sehr heiss und sehr viel Verkehr hatte und ich doch lieber mit Anina in die Stadt der Liebe will, über die Umgehungsstrasse zu fahren. Die slowenische Grenze haben wir am 2 Tag überfahren. Also ich muss sagen, Slowenien gefällt mir sehr gut, viele Wälder, Berge, Flüsse und Seen und vor allem super Motorradstrecken, einen kleinen Abstecher nach Österreich und ab Richtung Kroatien. Von dort nach Ungarn in eine tolle Wellness Therme, da wir viel zelten wird der Spass mit frischem Wasser sehr geschätzt. In Serbien wollten wir nicht wild campen, da es noch Minen vom Krieg gibt. In den Balkanstaaten haben wir nicht so viele Tourisachen angeschaut, da man ja von uns zuhause auch an einem Tag runter fahren kann. Und kurz später kamen wir schon nach Rumänien. Auch ein sehr tolles Land, und leckeres Essen. Tschiwabschischi die Zigeuner, ein lustiges Volk und sehr nett, wir habe sogar auch noch alles in den Taschen. Aber richtig geiles Offroad gibt es hier, hunderte Kilometer unbefestigte Strassen über Stock und Stein in Wälder und Felder auf Bergen und Täler genau das richtige für uns Abenteurer. Leider hat Patricks Hinterreifen einen schleichenden Platten bekommen, am Anfang ging es noch 3 mal am Tag zu pumpen, aber haben ihn dann repariert. Zum Glück haben wir einen mini Kompressor dabei


Ich muss sagen, dass es sicherlich ein grosser Vorteil ist mit dem Motorrad zu reisen, die Leute schauen einen mit grosses verwunderten Blicken an und wollen wissen wo wir herkommen und wohin es weiter geht, von mehreren Leuten sind wir schon eingeladen worden. Oder sie wollen einfach irgendwie helfen oder wissen wie es so bei uns ist. So haben wir schon viele nette Menschen kennen gelernt, nur ein einziger war nicht so nett. Das ist an dem Zoll, in die Ukraine gewesen, ein junges Männchen, vielleicht gerade 18 geworden und die Prüfung zum Zöllner oder noch in der Ausbildung. Am Anfang hat er noch sehr Interesse an unseren Motorrädern gezeigt aber ich denke aus lauter Eifersucht wollte er uns das Leben ein wenig schwer machen. Ich musste die Koffer leeren und als er das kleine Beil mit Hammer sah, hat er gemeint: das ich grosse Probleme kriegen würde. Aja zu dem Beil, das war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Schwester und ihrem Freund, das total praktisch sei. Ausser wenn man am Zoll steht… musste ich leider feststellen. Naja, er hat mich dann gefragt ob ich noch mehr Waffen dabei hätte?! Ähm… ich habe überhaupt keine Waffen dabei… er sagte: hier grosse Waffe. Grosse Probleme. Danach musste ich mit ins Büro, da ist er dann mit so einem Pips Dings wie man es auch von Flughäfen kennt gekommen, er hat sich wohl ein wenig geärgert das ich keine Panzerfaust oder ak 47 in der Hose versteckt hatte. Wieder draussen wollte er die Chassis Nummer sehen. Ich zeigte ihm sie, daraufhin meinte er: Duplikat… dann habe ich ihm die Rahmennummer gezeigt, dann meinte er: die habe ich selber eingestanzt… was soll man da noch sagen. Dass ich aus der Schweiz komme und wir keine Fahrzeuge klauen um in die Ukraine zu fahren hat ihn wenig interessiert. Dann hat es geheissen die anderen 2 dürften einreisen ich aber müsse umdrehen… mhm… mir schossen all die Überlegungen durch den Kopf, was ich jetzt noch alles für Alternativen habe. da kam ein älterer Zollbeamter, ich denke auch ein höherer Zöllner wegen der ganzen Sterne auf der Schulter. Der hat sich voll interessiert, was wir hier machen und wo wir hinfahren. Dieser war voll nett und hat dem jungen gesagt er soll uns durchlassen, nach kurzem hin und her durften wir die Grenze passieren ufff das war was… kurz später sagte mir die Sherrie, „Freundin von meinem Bruder“: kleine Hunde bellen laut, da sie sonst nichts können. Und noch ein wenig später sagte sie mir, weisst du Jannick, der kleine Zöllner steht da und passt auf den Zoll auf, und wir haben ihn jetzt passiert, morgen steht der kleine Zöllner immer noch da und wir sind auf dem Weg zur Krim, in einer Woche steht der Zöllner immer noch da, und wir sind in Russland, in einem Monat steht der kleine Zöllner immer noch da und wir sind in der Mongolei, in einem Jahr steht der kleine Zöllner immer noch da und wir sind in Amerika, der Zöllner wird vielleicht dann gross und steht immer noch an seinem Zoll, und wir haben die ganze Welt gesehen und das einzige was er gemacht hat, ist uns eine Stunde am Zoll stehen zu lassen.

Eigentlich ist es ja traurig aber zu dem Zeitpunkt, musste ich ein wenig schmunzeln und die Welt sah schon wieder viel besser aus…. Ähm naja, hat dann anfangen zu regnen. Aber ich denke in 1.5 Monaten und 10´000 km ist ein nicht so netter Mensch, eine gute Bilanz

Begeistert von der Krim bin ich ebenfalls, hätte nicht gedacht so eine hügelige Insel vorzutreffen, sehr schöne kurvige Küstenstrasse. Sehr viele Sehenswürdigkeiten, aber auch viele Touris, vor allem viele aus Russland. Wir sind mit der Fähre nach Russland geschippert und hatten, (eigentlich anders erwartet), ein super Boarding bei den russischen Zöllner, der eine Zöllner hat uns sogar die meisten Zettel ausgefüllt und ist damit von Büro zu Büro gerannt. Es kommt mir so ähnlich vor wie bei Asterix und Obelix, wo sie in dem Irrenhaus sind, um einen Stempel zu holen, aber schlussendlich nur von Schalter zu Schalter rennen. Auf unserem Zolldokument befinden sich zu guter Letzt massenhaft bunte Stempel und Unterschriften. Aber geschafft und willkommen im grössten Land der Welt, das wirklich sehr, sehr, sehr gross ist. Zur nächsten Stadt sinds gleich mal 1000 km… so lang ist grad mal Deutschland

Wir waren bei einer Kollegin von Sherrie in Gelenzik für 3 Tage eingeladen, eine sehr interessante Sache mal in so ein russisches Familienleben zu sehen, eine sehr nette Familie, die sich wirklich sehr um unser Wohlergehen bemüht hat. Wir haben uns mit einem Nachtessen mit Bruscetta, Rösti und den super Pilzen auf dem Teller bedankt, leider sind die Gewürze und Zutaten in Russland geschmacklich etwas anders, aber im gesamten hat es allen gut geschmeckt, abgerundet durch einen italienischen Wein war es ein gelungenes Abendessen. Später am Abend wurden wir von einem Polizisten den wir am Nachmittag vor der Polizeistelle kennengelernt haben, weil wir dort unseren Aufenthalt bestätigen mussten, eingeladen, zu Bier und mini Lobster. Ein sehr lustiger Abend wurde daraus zudem wir auch ein wenig Verspätung hatten, wegen dem essen und sie, wie es den Anschein machte die Zeit nutzen um ein „wenig“ Bier zu trinken. Es kamen auch noch sein Bruder und ein Kumpel, ein ehemaliger sowjetischer höhere Offizier mit, der einige Jahre in Deutschland stationiert war. Alles natürlich Motorrad Fahrer


http://www.facebook.com/photo.php?fbid=2225482519564&set=a.1802718870737….

Aber auch die Russen scheinen ein Auge für Reisende auf Motorräder zu haben und das nicht im negativen. Sie fragen und fragen, das blöde ist nur, dass ich das meiste nicht verstehe, oft weiss mein Bruder die wichtigsten Wörter und so werden wir meist mit hochgestrecktem Daumen oder Abschluss Foto mit einer guten Weiterreise beglückwünscht. Ein paar andere wollen dann gleich mit uns darauf anstossen und schauen fast schon beleidigt wenn wir keinen Wodka am Morgen um 8 schon trinken wollen. Und nur ein Bier?! Aber auf dem Motorrad ist Alkohol fehl am Platz. Das sehen die Russen leider anders. Vielleicht sind darum die Karten geschlängelt gezeichnet, wir fahren von Horizont bis Horizont auf einer ganz geraden Strasse. Hunderte Kilometer, Abwechslung gibt’s beim Lastwagen überholen, bei Schafe, Gänse oder Kuh zu bremsen, oder mal in einem typischen russischen Lastwagenstop auf Plastikstühlen einen Kaffee oder Pilmenis (mit Hackfleisch gefüllten Teigtaschen, welche sehr lecker sind), Pause zu machen.

Zu meinem Erstaunen sind die Strassen in einem sehr guten Zustand, oder werden gerade neu gemacht. Sie lassen es sich aber nicht nehmen an 5 Stellen gleichzeitig anzufangen und zwischen drin gibts dann doch noch ein paar Schlaglöcher oder Unebenheiten.

Durch Wolgograd wollten wir so schnell wie möglich, es hatte 43grad im Schatten kein bisschen Wind, dann Stau und das alles mit den Motorradkleidern, im Smog und der aufsteigenden Hitze der heisslaufenden Motoren um uns herum und der eigenen Maschinen, die Kühlerventilatoren der Afrika Twin liefen auf Hochtouren. Der Schweiss lief in die Stiefel, die Gedanken schwirrten zum Bodensee, eine Session auf dem Wakeboard, das wäre jetzt genau das richtige 2 Tage später erreichten wir Samara, leider hatten wir bei mc Donald kein Glück mit wifi, um nach einem Hotel im Internet zu schauen. Nach längerer Suche haben wir ein Café gefunden, und dort dann die Adresse von dem 1 Hotel in Samara ausfindig gemacht, und zu unserem grossen Erstaunen hat uns das Navi von Patrick bis vor die Haustüre gebracht. Es kamen ein paar junger Leute raus und waren begeistert von unserem Vorhaben. Sie halfen uns die Sachen hoch zu tragen, einen bewachten Parkplatz für die Motorräder zu finden und zeigten uns die Strandpromenade wo es eine Bierbrauerei gab. Dort konnte man 1.5 und 5 Liter ab einem Gartenschlauch gezapft bekommen. Einer kam mit 7, 5 Liter Kanister an die Warteschlange, ich denke der hatte was vor Das Hostel war eigentlich eher ein Luxus Apartment, einige Junge waren an dem Redbull Freestyle in Moskau und schliefen in einem Hostel, da kam ihnen die Idee das gleiche in Samara aufzumachen. Und ein halbes Jahr später waren wir auch zu Gast. Kostenloses super schnelles Wifi (für russische Verhältnisse), sahen wir uns fast gezwungen nach tagelangem Entzug ohne Internet und mit dem Wissen die nächsten Tage keines mehr zu haben, knappe 2 Tage vor dem Netbock zu sitzen, am Abend gingen wir noch mit einem Holländer Nachtessen der ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs war, aber auf der Heimreise aus Kasachstan.

Haben das Ural Gebirge hinter uns gelassen, sind somit jetzt also in Sibirien auf einem neuen Kontinent: Asien. Juhuii. Die Birkenwälder häufen sich und leider auch die Anzahl der Schnaken und Moskitos, die wirklich gross und noch aggressiver sind, leider helfen die Vitamintabletten nicht zum gewünschten Erfolg, mein Spray leider auch nicht… sah einmal fast so aus, als hätte ich nochmals die Masern oder waren es die Röteln oder beides? Zum Glück hat mein Bruder ein Spray das ziemlich gut ist, vergisst man eine Stelle von 5 cm auf der Haut, so hat man kurze Zeit später sicher 3 Stiche dort. Habe noch nie so viele Stechmücken auf einem Haufen gesehen.

Derzeit sind wir in Chelabinsk, bei einer sehr netten Frau die noch bei ihren Eltern wohnt. Haben sie im Internet bei Couchsurfing gesehen. Ein schönes luxuriöses Haus direkt am Strand. Wir sind in den Genuss gekommen, die russische Sauna im Keller zu benutzen, das erste Mal für mich eine russische Sauna, obwohl ich zur finnischen nicht so grosse Unterschiede feststelle.

Werden in den nächsten Tagen in Novosibirsk eintreffen, dann werden die Motorräder mit einem Ölwechsel und frischen Reifen belohnt. Auf Vordermann gebracht freuen sie sich dann für ihren nächsten Einsatz. Und dann, darf ich endlich meinen Schatz in den Arm nehmen und die Reise mit ihr durch die Mongolei fortsetzen

Ich bin sehr froh, dass ich den Schritt gewagt habe und mir einen meiner Lebensträume erfülle. Bis jetzt ist es eine sehr interessante, aufregende, abenteuerliche Reise, man weiss am Morgen nicht wo man am Abend schlafen wird, was der Tag so bringt und man alles erlebt. Bis jetzt verstehen wir uns alle sehr gut, natürlich gibt es mal, dass die Laune leidet durch Regen, hupender stressiger Stadt Verkehr , Frauenbeschwerden, Polizisten, hatten das grosse Glück das anfangs Jahr eine neue Umstrukturierung des Strafgesetzes in Kraft gesetzt wurde, dass die Polizisten kein Bargeld annehmen dürfen und somit die Korruption gestoppt werden soll. Dafür haben sie einige Laptops in Verbindung mit Laser Pistolen bekommen und ein paar neue Gesetze wie z.b auf Brücken darf nicht überholt werde. u.s.w… weil wir ja vorsichtige, anständige Fahrer sind haben sie uns eigentlich immer in Ruhe gelassen.

Viele liebe grüsse

Jannick

 

Sherrie

About Sherrie

Sherrie was born and raised in Newfoundland, has her home base in Germany, and at any given time can be found just about anywhere in the world. Addicted to books, travel, chocolate and motorcycles, a perfect day for her is riding her bike followed by drinking good coffee and reading a good book or writing one.

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